Die Gemeindekonzeption


  

1. Theologischer Leitgedanke für unsere Kirchengemeinde:


Die befreiende Botschaft Jesu Christi in Wort und Tat in freier Verantwortung vor der Welt zu bezeugen ist Ziel der Arbeit der Ev. Kirchengemeinde Flammersfeld.


  

Im Rahmen der Aussagen der Kirchenordnung der Ev. Kirche im Rheinland stellt das Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Flammersfeld fest:


Die Ev. Kirchengemeinde Flammersfeld ist eine unierte Kirchengemeinde mit lutherischem Bekenntnis.


Die Ev. Kirchengemeinde Flammersfeld möchte sich als eine einladende und offene Gemeinde verstehen, in deren Zentrum der Gottesdienst steht.  Ziel ist es, die befreiende Botschaft Jesu Christi in Wort und Tat in freier Verantwortung  vor der Welt zu bezeugen. (Bonhoeffer)


In der Ev. Kirchengemeinde Flammersfeld sollen dabei die vielfältigen Gaben der Gemeindeglieder  zum Ausdruck gebracht werden können. Sie gibt den verschieden gelebten Traditionen des christlichen Glaubens in der Gemeinde Raum. Auch weiß sie um die Notwendigkeit, auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen  insbesondere auch im diakonischen Bereich Antwort zu geben.


  

2. Analyse


  

2.1. Die Ev. Kirchengemeinde Flammersfeld im Wandel der Zeit


  

Die Ev. Kirchengemeinde Flammersfeld geht in ihren Ursprüngen auf die Zeit um 1100 n. Chr. zurück. Im 16. Jahrhundert  schlossen sich die Grafen von Sayn  und damit auch die Kirchengemeinde Flammersfeld  der Reformation durch Martin Luther an. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde sie durch Grafen Willhelm von Sayn-Wittgenstein  nicht ohne Unruhe calvinistisch - reformiert. Heute ist sie uniert mit Lutherischem Katechismus.

Die Kirchengemeinde Flammersfeld ist mit der rechten Wiedseite weitgehend deckungsgleich mit der politischen Verbandsgemeinde Flammersfeld. Wie im politischen Bereich liegt das Zentrum der Kirchengemeinde von Alters her in Flammersfeld, dem größten Ort der Kirchengemeinde, der auch im Mittelpunkt der übrigen Orte liegt. Neben der Kirche ist hier auch der Friedhof für fast den gesamten Bereich der Kirchengemeinde. Nur die Orte der „Lahrer Herrlichkeit“ bilden eine Ausnahme. Die Bewohner dieser Orte waren früher fast ausschließlich katholisch aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Erzbistum Köln bzw. Trier. Erst durch den Zuzug von evangelischer Bevölkerung kam dieser Teil zur Kirchengemeinde. Die Bestattung der evangelischen Gemeindeglieder erfolgt in der Regel in diesem Bereich auf den dortigen Friedhöfen.

Der zentrale Charakter von Flammersfeld wird durch die kommunale Verwaltung der Verbandsgemeinde, den Kindergarten und die Grundschule auch für die umliegenden Orte sowie Arztpraxen, Apotheken und die Supermärkte hervor gehoben.

Die Ev. Kirchengemeinde Flammersfeld liegt im ländlichen Bereich, der über Jahrhunderte von Kleinbauern und Handwerkern geprägt war. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich hier ein starker Wandel vollzogen, weil die kleinen Höfe und Handwerksbetriebe aufgegeben werden mussten. Für die Menschen wurde es notwendig sich in den Wirtschaftszentren außerhalb des Wohnbereiches Arbeit zu suchen. Auch der im angrenzenden Bereich früher bestehende Bergbau kam zum erliegen, sodass entferntere Arbeitsmöglichkeiten gesucht werden mussten.

Die auf den Dörfern bestehenden Volksschulen wurden geschlossen und die Schüler der Klassen 1 bis 4 in der Grundschule in Flammersfeld zusammengefasst. Weiterführende Schulen sind erst in einer Entfernung von mindestens 10 km zu erreichen.

Flammersfeld war als Luftkurort bis Anfang der 70er Jahre ein gut besuchtes Urlaubsgebiet. Dadurch bedingt war Flammersfeld Zuzugsort für ältere Menschen aus städtischen Bereichen. Auch durch den Wandel zu Fernreisen sind die Ortschaften der Kirchengemeinde einem Wandel in ihrer sozialen Struktur unterzogen, der noch immer andauert.

Veränderungen brachte auch der Zuzug von Spätaussiedlern, insbesondere aus dem Raum der ehemaligen Sowjetunion. Manche von ihnen sind religiös an die Baptistische Kirche oder die Mennonitische Gemeinde gebunden. Auch in unserer Kirchengemeinde suchen viele der Spätaussiedler eine neue kirchliche Heimat. In den vergangenen Jahren sind durch Migration neue Gemeindeglieder hinzugekommen, die vom Islam zum Christentum konvertiert sind. Die Ev. Kirchengemeinde heißt diese neuen Gemeindeglieder willkommen.  


Die Ev. Kirchengemeinde Flammersfeld hat zurzeit rund 2150 Mitglieder. Flammersfeld und Umgebung sind evangelisch geprägt, wogegen in den Ortschaften der „Lahrer Herrlichkeit“ die katholische Bevölkerung überwiegt. Mit der Kath. Kirchengemeinde Oberlahr besteht auf verschiedenen Ebenen eine Zusammenarbeit.


2.2. Regionalisierung


Die Ev. Kirchengemeinde Flammersfeld hat in den vergangenen Jahrzehnten die regionale Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden in der Nachbarschaft gesucht. So beschäftigte man mit der Ev. Kirchengemeinde Birnbach über viele Jahre gemeinsam einen Diakon. Inzwischen gehören zur Region die Ev. Kirchengemeinden Birnbach, Flammersfeld, Mehren und Schöneberg.

Die Zusammenarbeit wird begrüßt, insbesondere dann, wenn dadurch künftige Herausforderungen besser bewältigt werden können.

Die Regionalisierung findet sich beispielsweise derzeit in:


  

2.3. Haupt- und nebenberuflich Mitarbeitende


Hauptberuflich arbeiten die Pfarrerin (Silvia Schaake) und der Küster (Uwe Ackermann) in der Ev. Kirchengemeinde Flammersfeld.  Die Jugendarbeit ist u.a. durch den Jugendverband organisiert. Teilzeit beschäftigt sind die Gemeindesekretärin (Renate Breitenbach) an drei Vormittagen in der Woche jeweils vier Stunden im Pfarrbüro und die Organistin Irina Herrmann, die neben dem Organistendienst  einen Kinderchor anbietet ( insgesamt 8,5 Wochenstunden) .


2.3.1. Grundsätzliche Überlegungen zu den Aufgabengebieten der Hauptamtlichen


  

Zentrum der Gemeindearbeit ist der Gottesdienst. Die Verantwortung für die geistliche Gestaltung der Gottesdienste trägt die Pfarrstelleninhaberin. Kindergottesdienst und Hauptgottesdienst werden zur gleichen Zeit angeboten. Da Flammersfeld nur eine Predigtstätte hat, ist es für die Pfarrstelleninhaberin möglich, auch Gottesdienste mit einem höheren Vorbereitungsaufwand durchzuführen: So können Gottesdienste  musikalisch aufwendiger gestaltet werden oder auch leichter Bilder (Dias, Folien) eingesetzt werden. Am Gottesdienst und Kindergottesdienst nehmen im Durchschnitt 70 Gottesdienstbesucher teil.

Auch die Kindergottesdienstarbeit hat einen hohen Stellenwert: Der Kindergottesdienst hat einen eigenen Raum. Die erwachsenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind pädagogisch geschult und bringen eine Vielzahl von methodischen Zugängen in die Kindergottes-dienstarbeit ein. Der Kindergottesdienst wird nicht selten von über 20 Kindern besucht.

Pfarrerin Silvia Schaake ist für den Kindergottesdienst verantwortlich.

In den vergangenen Jahren wurden die Gottesdienste auch durch Taizéandachten in der Passions- und Adventszeit ergänzt.


2.3.2. Pfarrstellensituation


Ab August 2018 wird Pfarrerin Silvia Schaake alleinige Pfarrstelleninhaberin der Ev. Kirchengemeinde Flammersfeld  im Umfang von 100 % sein, da Pfarrer Thomas Rössler-Schaake an die Berufsschule wechselt. In manchen Bereichen ergibt sich dadurch eine Konzentration der Arbeit. Die sich daraus ergebenden Veränderungen sollen begleitet und besprochen werden. Dieses ist auch durch die kommenden Vereinbarungsgespräche zu unterstützen. Dabei soll im Blick bleiben, dass evtl.  künftig der Pfarrstellenumfang der Pfarrstelle reduziert werden muss.


2.4. Ehrenamtlich Mitarbeitende:


Die ehrenamtliche Arbeit wird zur Zeit von etwa 80 Mitarbeitenden getragen. Dazu gehören auch der Prädikant Eckhard Osten-Sacken und Pfarrer Thomas Rössler-Schaake . Weiterhin gehören dazu die 16 Presbyter/innen, die Mitarbeiter/innen des Kindergottesdienstteams, der Jugendarbeit, des Besuchsdienstkreises, der Bücherei, die Mitarbeitenden der Ev. Frauenhilfe, die Mitarbeiterinnen der Kleiderstube und des Kids- Kleiderladens, sowie die Konfirmanden die den Gemeindebrief austragen und die Gemeindeglieder, die sich bei Projekten mit einsetzen.



2.5. Öffentlichkeitsarbeit


Alle zwei Monate erscheint unser Gemeindebrief.  Die Gemeindebriefe liegen ebenfalls in ausreichender Anzahl im Gemeindehaus und in der Kirche aus.

Ein Schaukasten am Kirchengrundstück gibt Einblick in die Gemeindearbeit und trägt mit Plakaten zur Verkündigung bei.

Seit 2014 gibt es die Homepage der Ev. Kirchengemeinde, die regelmäßig betreut und aktualisiert wird.

Die Kirchengemeinde hat einen Datenschutzbeauftragten berufen.


  

2.6. Die Gebäude der Kirchengemeinde


  

Alle Gebäude der Kirchengemeinde befinden sich im zentralen Ort Flammersfeld.


  

Kirche

Die Kirche ist ein romanisches Gebäude. Sie wird erstmals 1096 erwähnt und steht unter Denkmalschutz. In den Jahren 1974/75 wurde sie grundlegend renoviert. Eine erneute Innenraumrenovierung konnte 2016 abgeschlossen werden. Die Restaurierung der Orgel erfolgte 2018. Dadurch erhielt sie eine neue Klangfülle.   


Gemeindehaus

Das heutige Gemeindehaus ist 1972 zwischen Kirche und Pfarrhaus fertiggestellt worden. Es ist das Nachfolgegebäude eines 1939 errichteten Gemeindehauses, welches in den 50er Jahren erweitert wurde, aber nicht mehr den Anforderungen entsprach.

Das Gemeindehaus hat im Untergeschoss schwerpunktmäßig die Räume für die Jugendarbeit und im Erdgeschoss die Räume für die übrige Gemeindearbeit.

Im Jahr 2012 wurde eine energetische Sanierung des Gemeindehauses vorgenommen.   


  


  

Pfarrhaus

Das Pfarrhaus wurde 1937 seiner Bestimmung übergeben und beinhaltet neben der Pfarrwohnung auch das Pfarrbüro. Es ist die Anlaufstelle der Gemeindeglieder und sonstiger Personen, die mit der Kirchengemeinde ins Gespräch kommen möchten. Als Adresse der Kirchengemeinde ist es unverzichtbar. Das Gemeindebüro befindet sich im Pfarrhaus. Eine Verbesserung des Büroraumes ist in Planung.   


  

2.7. Gottesdienste als das Zentrum unserer Gemeinde


  

Die Kirchengemeinde lädt jeden Sonntag um 10.00 Uhr zum Gottesdienst in unsere  Kirche in Flammersfeld ein. Ein Mal im Monat wird der Gottesdienst mit Abendmahl gefeiert. Im Sinne der Inklusion feiern wir das Abendmahl mit Brot und Traubensaft.

Taufen finden in der Regel im Sonntagsgottesdienst statt. Dabei werden besondere Wünsche der Gemeindeglieder berücksichtigt. Auch getaufte Kinder sind zum Abendmahl eingeladen, nachdem sie im Kindergottesdienst angemessen auf das Abendmahl vorbereitet wurden.

Gleichzeitig mit dem Gottesdienst in der Kirche findet mit Ausnahme der Ferienzeiten der Kindergottesdienst im Gemeindehaus statt. Hier sind alle Kinder zwischen 4 und 11 Jahren eingeladen. Wenn ein Elternteil mit seinem Kind in den Kindergottesdienst mitkommen möchte, so ist es herzlich eingeladen.

Neben den „normalen“ Gottesdiensten gibt es auch die besonderen: Gottesdienste zu denen Familien mit Kindern eingeladen sind; Gottesdienste zu bestimmten Themen; Gottesdienste, die von bestimmten Gemeindegruppen gestaltet sind; Gottesdienste mit Nachbarkirchengemeinden; Gottesdienste unter freien Himmel; Gottesdienste und Andachten aus besonderen oder aktuellen Anlässen (z.B. Gottesdienst zum Holocaustgedenken am 27.01.) sowie die Gottesdienste, die sich schwerpunktmäßig an bestimmte Gruppen wenden, wie vier Schulgottesdienste, Gottesdienste zu Festen des Kindertagestätte und für die Mitarbeitenden in der Behindertenwerkstatt, die Bewohner des Behindertenwohnheimes oder die Kirchliche Sozialstation.

In der Regel treffen sich die Gottesdienstbesucher nach dem Gottesdienst noch zum Kirchenkaffee  im Ev. Gemeindehaus, um hier miteinander ins Gespräch zu kommen.


  

2.8. Die Gruppen der Kirchengemeinde


  

In unserer Kirchengemeinde gibt es folgende Gruppen, welche sich regelmäßig im Gemeindehaus treffen:   


  

a) Kinder und Jugendgruppen


  

Krabbelgruppe

Trifft sich jeden Mittwoch von 10.00 bis 11.30 Uhr  zum Singen, Spielen und Basteln. Manchmal wird auch etwas unternommen und man geht  zusammen in den Tierpark, auf den Spielplatz oder fährt in den Zoo nach Neuwied.  
  

Kinderchor

Er wird von der Organistin geleitet und tritt im gottesdienstlichen Rahmen auf. Er trifft sich wöchentlich diesntags von 16.00 – 17.00 Uhr.


Offene Jugendarbeit: Dienstagsgruppe/Mittwochsgruppe

Dienstags und mittwochs  treffen sich ab 18.00 Uhr Jugendliche zur offenen Jugendarbeit. Es wird gekickert, Billard und Tischtennis gespielt. Daneben werden je nach Möglichkeit auch thematische Einheiten angeboten.


Songgruppe

In unserer Songgruppe werden Popmusik und neue geistliche Songs geprobt. Ziel neben der Musik ist es, Jugendarbeit zu leisten, die aus der Konfirmandenarbeit hervorgeht. Die Songgruppe wird ehrenamtlich geführt. Sie tritt in von Konfirmand/innen gestalteten Gottesdiensten und Jugendgottesdiensten auf.


Konfirmand/innenarbeit  Dienstag und Donnerstag findet der Konfirmandenunterricht statt.    Der Unterricht wird durch die Pfarrerin erteilt. Jugendliche Teamer unterstützen nach Möglichkeit die Konfirmandenarbeit. Zur Konfirmandenarbeit gehören die Wochenendfreizeiten, spezielle Konfirmand/innenentage, thematische Exkursionen und die Arbeit mit den Eltern der Konfirmand/innen.

   
  

b) Gruppen der Erwachsenenarbeit


  

Der Bibelgesprächskreis zu Fragen des Glaubens

Jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat trifft sich der Bibelgesprächskreis um 19.00 Uhr. Zum Einen bespricht man z.B. biblische Geschichten und fragt nach ihrer aktuellen Bedeutung. Oder aber es werden gesellschaftspolitische Fragen aufgegriffen .   

Singkreis

Der Singkreis arbeitet projektbezogen. Mit etwa sechs Proben bereitet man sich jeweils auf einen Auftritt im Gottesdienst vor. Es werden vierstimmige Sätze gesungen. Jedes Singprojekt ist für neue Mitglieder des Singkreises offen.


  

Kindergottesdienstmitarbeiter/innenkreis

Dieser Kreis ist überwiegend aus Eltern von ehemaligen Kindergottesdienstkindern hervorgegangen. Er bereitet den sonntäglichen Kindergottesdienst vor.  


  

Besuchsdienstkreis  Er trifft sich monatlich unter der Leitung von Pfarrerin Silvia Schaake. Die erfolgten Geburtstagsbesuche werden besprochen und kommende vorbereitet.  
  


Ev. Frauenhilfe

Die Ev. Frauenhilfe hat in unserer Kirchengemeinde eine über 100 jährige Tradition. Sie besteht aus 120 eingetragenen Mitgliedern. Sie trifft sich im Winterhalbjahr

immer am 2. und 4. Mittwoch im Monat von 14.30 – 16.30 Uhr.

Gemeinsam werden hier Themen erarbeitet, Gottesdienste gestaltet  und Zeit zur Begegnung angeboten. In den vergangenen beiden Jahren sind auch wieder jüngere Frauen zur Frauenhilfe hinzugekommen.

Im Sommerhalbjahr werden zwei Ausflüge unternommen. Frauen aus der Frauenhilfe stehen  auch bei gemeindlichen Veranstaltungen hilfsbereit zur Seite und besuchen Kranke und alte Menschen.


Seniorenkreis

Im Winterhalbjahr trifft sich der Seniorenkreis an jeden 3. Mittwoch im Monat. Hier wird ein unterhaltsames Programm bei Kaffee und Kuchen angeboten. Im Sommerhalbjahr stehen zwei Fahrten in die nähere Umgebung auf dem Programm.


  

Kleiderstube

In einem Raum im Ev. Gemeindehaus wird Kleidung gesammelt und sortiert. An zwei Tagen ist die  Kleiderstube geöffnet. Die Kleidung wird  bei Bedarf kostenlos weitergegeben.

Öffnungszeiten: montags:  14.00 – 16.00 Uhr, freitags: 15.00 – 17.00 Uhr


Kids- Kleiderladen

Er bietet Kleidung für Kinder, Jugendliche und junge Frauen an. Er wird von fünf Ehrenamtlichen getragen. Die gesammelten Spenden werden dafür verwendet, Gutscheine für Schulbedarf zu Anfang des Schuljahres zur Verfügung zu stellen.


Verkauf von Waren des „Eine-Welt-Ladens“

Ein Mal im Monat bietet der „Eine-Welt Laden“ seine Waren zum Verkauf an. Meist am 1. Sonntag im Monat im Anschluss an den Gottesdienst beim Kirchenkaffee.


Flüchtlingsarbeit

Dienstags findet im Ev. Gemeindehaus ein Flüchtlingscafé statt. Ebenfalls hat die Kleiderstube geöffnet. Das Diakonische Werk bietet Flüchtlingsberatung an. Die Gemeinderäume stehen auch für Sprachkurse zur Verfügung. Alle 14 Tage trifft sich die integrative Frauengruppe, bestehend aus Migrantinnen und Deutschen. Die Zahl der betreuten Flüchtlinge hat im vergangenen Jahr abgenommen. Pfarrerin Schaake betreut die Flüchtlingsarbeit.  Ziel der Arbeit ist zunehmend die Integration der Flüchtlinge.


Lebenshilfe

Zur Lebenshilfe besteht ein intensiver Kontakt. Bewohner des Wohnheims werden von Gemeindegliedern zum Gottesdienst abgeholt. Auch werden Veranstaltungen in der Lebenshilfe angeboten (z.B. Wissenswertes zum Kirchenjahr). Ein Weihnachtsgottesdienst wird zusammen mit den Mitarbeitern intensiv vorbereitet. 


Bücherei

Unsere Kirchengemeinde hat eine öffentliche Bücherei, in der auch viele aktuelle Neuerscheinungen auszuleihen sind. Sie wird sowohl von Kindern und Jugendlichen, als auch von Erwachsenen genutzt. Sie hat sonntags nach dem Gottesdienst und mittwochnachmittags geöffnet.


2.9. Ökumene


  

Kontakte zu der katholischen Kirchengemeinde Oberlahr/Asbach gibt es auf verschiedenen Ebenen:

Die Absprachen über Amtshandlungen, die gegenseitige Inanspruchnahme von Kirche und Gemeindehaus.Gespräche mit dem katholischen Kollegen sind schwieriger geworden, da inzwischen der katholische Kollege 17000 Gemeindeglieder zu betreuen hat.

Gemeinsame Aktionen wie z.B. der Weltgebetstag der Frauen  finden in guter Atmosphäre statt.

Viele katholische Christen nehmen aktiv an unserem Gemeindeleben teil. Die Nachfrage von Beerdigungen katholischer Christen steigt.   



3. Visionen und Schwerpunktsetzung in den kommenden Jahren


  

Ziel der künftigen Arbeit soll es sein, die Vielseitigkeit der Gemeindearbeit zu stärken, die befreiende Botschaft Jesu Christi in Wort und Tat jeweils aktuell und einladend umzusetzen,  Neues zu entwickeln und Bewährtes zu erhalten.


In den Jahren 2000/2001 stand die Fortsetzung der bisherigen Gemeindearbeit nach dem Wechsel in der Pfarrstelle  im Vordergrund. Laufende Gruppen konnten fortgeführt werden.

2001 – 2005 wurde in der Arbeit ein besonderer Akzent auf die Erwachsenenarbeit gelegt. In diesem Rahmen wurde ein besonderes Augenmerk z.B. auf den Singkreis oder eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Erziehung“ gelegt.


Ab 2006 war das Ziel, eine Taize-Arbeit im Bereich der Jugend- und jungen Erwachsenenarbeit zu etablieren. Zunächst wurde für eine Gruppe von Jugendlichen ab 16 Jahren eine Fahrt nach Taizé angeboten.  In der Passionszeit und der Adventszeit  werden Taizeandachten in der Kirche angeboten. Hierdurch soll interessierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen so wieder neu ein spiritueller Zugang zum Gottesdienst erleichtert werden.


Inzwischen haben sich die Taizéandachten etabliert. Sie werden auch von Gemeindegliedern anderer Kirchengemeinden über die Region hinaus besucht. Hinzugekommen ist der Taizé- Regionengottesdienst am 2. Weihnachtstag, der vom Singkreis mitgestaltet wird.


Auch die Taizéfahrt ist inzwischen gut angenommen worden. Die Teilnehmenden kommen aus Flammersfeld, aus der Region und dem näheren Umkreis.  In den vergangenen Jahren sind Gruppen mit 20 – 30 Jugendlichen im Alter von 15 – 25 Jahren nach Taizé mitgefahren. Zur Taizéarbeit gehören auch Vorbereitungs- und Nachtreffen.


In den kommenden Jahren  sollen die Gottesdienste mit dem Nachkaffee als Zentrum der Kirchengemeinde bestehen bleiben.  Die Taizéarbeit als ein Schwerpunkt der Gemeindearbeit soll fortgesetzt werden.


---------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Informationen zur Kirchensteuer 

 Die Kirchengemeinden finanzieren ihre Arbeit zum großen Teil über die Kirchensteuer. Der Haushalt der Ev. Kirchengemeinde Flammersfeld enthält verschiedene Positionen.  So werden natürlich die Personalkosten für das Pfarrerehepaar, den Küster, die Gemeindesekretärin, den Organisten und ein Teil der Kosten für den Jugendmitarbeiter bezahlt. Hinzu kommen die Kosten für das Gemeindehaus, das Pfarrhaus und die Kirche. So bietet das Gemeindehaus die Möglichkeit, dass sich auch ehrenamtliche Arbeit entfalten kann: So bieten beispielsweise Kids Kleiderladen und die Kleiderstube im diakonischen Bereich Kleidung zum Weitergeben an. Im Jugendbereich werden wöchentlich zwei Jugendgruppen angeboten. Donnerstags trifft sich eine Kindergruppe. Auch Frauenhilfe und Seniorenkreis treffen sich regelmäßig, um nur einige der Angebote zu nennen.

Die Kirchensteuer beträgt 9 % der Einkommenssteuer. Damit ist gewährleistet, dass die Kirchensteuer sozial gerecht verteilt ist. Wer keine Einkommenssteuer zahlt, zahlt in der Regel  auch keine Kirchensteuer. Wer sehr viel Kirchensteuer zahlt, kann bei der Kirchenleitung in Düsseldorf eine Kappung des Betrages beantragen.

 Die Kirche zahlt an den Staat Gebühren, damit auf unkomplizierte Weise das Geld eingezogen werden kann. In den letzten Jahren ist diese Zusammenarbeit mit dem Staat immer wieder hinterfragt worden.  

Insgesamt wird es noch so eingeschätzt, dass die Kirchensteuer, wie sie jetzt eingezogen wird, mehr Vor- als Nachteile hat. Herzlichen Dank an alle, die über die Kirchensteuer ihren Solidarbeitrag zur Arbeit der Kirche leisten. In der Ev. Kirche wird jede Ausgabe mehrfach geprüft, um möglichst sicher zu gehen, dass die Gelder sachgerecht eingesetzt werden.

 

In den letzten Wochen kamen Anfragen hinsichtlich der Besteuerung von Kapitalerträgen auf. Grundsätzlich gilt, dass es nur Veränderungen in der Einzugsart der Kirchensteuern gibt, nicht aber in der Höhe. Selbst dies betrifft aber auch nur einen sehr geringen Teil unserer Kirchengemeindeglieder. Im beigefügten Dokument finden Sie detailliertere Informationen.

Kirchensteuer
Wie ist das mit der Abgeltungssteuer?